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Lamborghini Geschichte: von den Traktoren zum Hybrid
Wie aus einem Traktorenbauer aus der Emilia die Sportwagenmarke mit dem Stier wurde: fünf Zeitabschnitte, 48 Meilensteine und die Köpfe dahinter, jeweils mit Quellen.
Lamborghini Geschichte kurz erklärt
Ferruccio Lamborghini (1916–1993) wird mit Traktoren und Ölbrennern reich und gründet am 7. Mai 1963 in Sant'Agata Bolognese eine Sportwagenfirma. 1964 erscheint der 350 GT, 1966 der Miura, der als erster Supersportwagen mit Mittelmotor gilt. Ab 1971 prägt der Countach das Bild der Marke. 1972 und 1974 verkauft Ferruccio seine Anteile, 1978 geht die Firma in Konkurs. Danach wechseln die Besitzer: die Brüder Mimran (1980 bis 1987), Chrysler (1987), Investoren aus Indonesien und Malaysia (1994/95). Im Juni 1998 unterschreibt Audi den Kauf. Unter Audi entstehen Murciélago, Gallardo, Aventador, Huracán und der Urus; 2023 folgt mit dem Revuelto der erste Plug-in-Hybrid.
Ausführlich, mit Quellen zu jedem Abschnitt, geht es hier weiter. Die Seite folgt den fünf Zeitabschnitten der Firmengeschichte. Legenden sind als Überlieferung gekennzeichnet. Zur Orientierung: Ferruccio Lamborghini · Traktoren · Modelle · interaktive Zeitleiste.
Vorgeschichte: Traktoren und Heizungen (1916–1963)
Ferruccio Lamborghini wächst auf einem Bauernhof auf, wird Mechaniker und baut nach dem Krieg ein Industrie-Imperium aus Traktoren und Heizungen auf.
1916–1946: Bauernsohn und Mechaniker
Ferruccio Lamborghini kommt am 28. April 1916 in Renazzo di Cento in der Provinz Ferrara zur Welt. Seine Eltern Antonio und Evelina sind Weinbauern, doch den Sohn interessieren Maschinen mehr als Reben. Er besucht das Technikum Fratelli Taddia bei Bologna.
1940 wird er zur italienischen Luftwaffe eingezogen und dient als Mechaniker auf der Insel Rhodos, wo er die Fahrzeugwerkstatt leitet. Nach der Eroberung der Insel durch die Briten 1945 wird er festgenommen und kann erst 1946 nach Italien zurückkehren.
Quellen: Wikipedia: Ferruccio Lamborghini.
1947–1962: Traktoren, Heizungen und Wohlstand
1947 baut Ferruccio seinen ersten Traktor, den «Carioca», aus Restbeständen der Armee mit Morris-Benzinmotoren. Ein selbst entwickelter Vergaser lässt die Maschinen mit Benzin starten und dann auf billigeren Diesel umschalten. 1948 gründet er Lamborghini Trattori.
1959 folgt Lamborghini Bruciatori, eine Fabrik für Ölbrenner, die später auch Klimaanlagen herstellt. Ferruccio wird ein wohlhabender Industrieller und sammelt schnelle Sportwagen.
Quellen: Wikipedia: Ferruccio Lamborghini, Wikipedia: Lamborghini.
1958–1963: Der Streit mit Ferrari: was belegt ist
1958 kauft Ferruccio in Maranello einen Ferrari 250 GT und ärgert sich über Probleme mit der Kupplung und den schlechten Service. In einem Interview von 1991 erzählte er, er habe Enzo Ferrari gesagt, seine Autos seien Schrott. Ferrari soll geantwortet haben, ein Traktorfahrer könne einen Ferrari eben nicht richtig fahren.
Diese Szene ist nur durch Ferruccios eigene Erzählung überliefert und gilt als halb Legende, halb Tatsache. Belegt ist, dass auch wirtschaftliche Gründe eine Rolle spielten: Ferruccio wollte den Gran Turismo bauen, den ihm niemand verkaufen konnte.
Quellen: Wikipedia: Ferruccio Lamborghini.
Die Ära Ferruccio (1963–1974)
Gründung der Automarke, das junge Ingenieursteam und der Miura machen Lamborghini in wenigen Jahren weltberühmt. 1972 und 1974 verkauft Ferruccio seine Anteile.
1963: Gründung in Sant'Agata Bolognese
Am 7. Mai 1963 gründet Ferruccio die Automobili Ferruccio Lamborghini S.p.A. in Sant'Agata Bolognese. Den V12-Motor lässt er von Giotto Bizzarrini konstruieren, der zuvor den Ferrari 250 GTO mitentwickelt hatte. Als Chefkonstrukteur stellt er den jungen Gian Paolo Dallara ein, kurz darauf kommen Paolo Stanzani und der Neuseeländer Bob Wallace dazu.
Im Oktober 1963 steht der erste Prototyp, der 350 GTV, auf dem Turiner Autosalon. Sein futuristisches Design kommt nicht gut an, er bleibt ein Einzelstück. Als Markenzeichen wählt Ferruccio den Stier: Er ist im Sternzeichen Stier geboren und war 1962 von der Kampfstierzucht des Don Eduardo Miura beeindruckt.
Quellen: Wikipedia: Lamborghini, Wikipedia: Ferruccio Lamborghini, Wikipedia: Lamborghini 350 GT, Wikipedia: Giotto Bizzarrini, Wikipedia: Gian Paolo Dallara, Wikipedia: Paolo Stanzani, Lamborghini: Meilensteine der Geschichte.
1964–1968: Die ersten Gran Turismo
Im März 1964 zeigt Lamborghini in Genf den 350 GT, das erste Serienauto mit Karosserie von Touring. Ferruccio verlangt einen Motor, der «40'000 harte Meilen zwischen zwei Wartungen» schafft. 120 Exemplare entstehen.
1966 folgt der viersitzige 400 GT 2+2 mit grösserem 3,9-Liter-V12. 1968 kommen der Islero und der viersitzige Espada hinzu, der bis 1978 gebaut wird.
Quellen: Wikipedia: Lamborghini 350 GT, Wikipedia: Lamborghini 400 GT, Wikipedia: Lamborghini Espada, Lamborghini: Meilensteine der Geschichte.
1965–1973: Miura: der Supersportwagen mit Mittelmotor
Dallara, Stanzani und Wallace entwickeln ein Fahrgestell mit quer eingebautem V12 hinter den Sitzen. Es wird 1965 in Turin gezeigt, im März 1966 steht in Genf der fertige Miura mit der Karosserie von Marcello Gandini bei Bertone.
Der Miura gilt als erster Supersportwagen mit Mittelmotor und bei seiner Vorstellung als schnellstes Serienauto der Welt. Bis 1973 entstehen 763 Exemplare in drei Versionen: P400, P400 S und P400 SV.
Quellen: Wikipedia: Lamborghini Miura, Wikipedia: Marcello Gandini, Lamborghini: Meilensteine der Geschichte.
1970–1974: Countach-Prototyp und Ferruccios Abschied
1970 erscheinen der Jarama und der kleine Urraco mit V8. 1971 schockiert der Prototyp Countach LP500 in Genf die Fachwelt mit seiner flachen Keilform und den Scherentüren.
Zugleich wird es wirtschaftlich eng. 1972 verkauft Ferruccio 51 % der Autofirma an den Schweizer Georges-Henri Rossetti. Seine Traktorenfirma geht an SAME (je nach Quelle 1972 oder 1973). 1974 übernimmt René Leimer die restlichen 49 %. Ferruccio zieht sich auf sein Weingut «La Fiorita» am Trasimenischen See zurück.
Quellen: Wikipedia: Ferruccio Lamborghini, Wikipedia: Lamborghini, Wikipedia: Lamborghini Countach, Lamborghini: Meilensteine der Geschichte.
Krisenjahre und neue Besitzer (1974–1987)
Ölkrise, Konkurs und Zwangsverwaltung. Der Countach hält die Marke am Leben, bis die Brüder Mimran sie übernehmen.
1974–1978: Countach, Ölkrise und Konkurs
1974 läuft die Produktion des Countach LP400 an. Er wird zum Poster-Auto einer ganzen Generation, doch die Ölkrise lässt die Verkäufe einbrechen.
Mit BMW vereinbart Lamborghini die Entwicklung und den Bau eines Sportwagens für den Rennsport. Lamborghini gerät in Verzug, BMW holt das Projekt zurück und baut den Wagen als BMW M1. 1978 geht Lamborghini in Konkurs.
Quellen: Wikipedia: Lamborghini, Wikipedia: Lamborghini Countach, Lamborghini: Meilensteine der Geschichte.
1980–1987: Die Brüder Mimran
1980 übernehmen die Brüder Jean-Claude und Patrick Mimran die Firma aus der Zwangsverwaltung, 1984 ist der Kauf abgeschlossen. Sie investieren in neue Modelle und Bootsmotoren.
Es entstehen der Jalpa (1981), der Countach mit Vierventil-Motor (1985) und der Geländewagen LM002 (1986) mit dem V12 des Countach.
Quellen: Wikipedia: Lamborghini, Lamborghini: Meilensteine der Geschichte, Wikipedia: Lamborghini Jalpa, Wikipedia: Lamborghini LM002.
Chrysler und Investoren aus Asien (1987–1998)
Unter Chrysler entstehen der Diablo und Formel-1-Motoren. Danach wechselt Lamborghini zweimal den Besitzer.
1987–1993: Chrysler, Diablo und Formel 1
1987 kauft der US-Konzern Chrysler Lamborghini von den Mimrans. Unter Chrysler wird der Diablo fertig, den Lamborghini im Januar 1990 vorstellt. Er ist der erste Serien-Lamborghini mit über 320 km/h.
Die Tochter Lamborghini Engineering baut unter dem früheren Ferrari-Techniker Mauro Forghieri einen V12 für die Formel 1. Von 1989 bis 1993 fahren Larrousse, Lotus, Ligier, Modena und Minardi damit. Das beste Ergebnis ist Platz 3 von Aguri Suzuki beim Grossen Preis von Japan 1990.
Am 20. Februar 1993 stirbt Ferruccio Lamborghini in Perugia.
Quellen: Wikipedia: Lamborghini, Wikipedia: Lamborghini Diablo, Wikipedia: Mauro Forghieri, Wikipedia: Ferruccio Lamborghini.
1994–1998: Besitzer aus Indonesien und Malaysia
1994 verkauft Chrysler Lamborghini an MegaTech aus Indonesien. 1995 übernehmen die Gruppen Mycom Setdco (Malaysia) und V'Power (Indonesien). Der Diablo wird in dieser Zeit zum Roadster, zum heckgetriebenen SV und zur Rennversion für den Markenpokal Supertrophy weiterentwickelt.
Quellen: Wikipedia: Lamborghini, Lamborghini: Meilensteine der Geschichte, Wikipedia: Lamborghini Diablo.
Im Audi- und Volkswagen-Konzern (1998–heute)
Mit Audi kommen Stabilität, neue Baureihen, Rekordverkäufe, Rennsport-Erfolge und der Weg zum Hybridantrieb.
1998–2010: Neustart unter Audi
Im Juni 1998 unterschreibt Audi den Kauf von Lamborghini, laut Hagerty für geschätzte 110 Millionen Dollar. Erstes Ergebnis ist der Diablo VT 6.0, überarbeitet von Luc Donckerwolke.
2001 kommt mit dem Murciélago das erste komplett neue Modell der Audi-Zeit, 2003 der Gallardo mit V10, der das Angebot verdoppelt. Im selben Jahr eröffnet das eigene Designzentrum Centro Stile. Stephan Winkelmann wird 2005 Chef. 2007 eröffnet ein Entwicklungszentrum für Karbon-Verbundstoffe, und mit dem Reventón beginnt die Tradition der extrem limitierten Sondermodelle.
Quellen: Hagerty: Warum Audi 1998 Lamborghini kaufte, Wikipedia: Lamborghini, Lamborghini: Meilensteine der Geschichte, Wikipedia: Luc Donckerwolke, Wikipedia: Stephan Winkelmann, Composites Portal: Lamborghini enthüllt den Fenomeno.
2009–2020: Karbon, Rekordrunden und das Super-SUV
2009 startet der Markenpokal Super Trofeo. 2011 folgt der Aventador mit Karbon-Monocoque, 2014 der Huracán. Mit Huracán Performante (2016) und Aventador SVJ (2018) stellt Testfahrer Marco Mapelli Rundenrekorde auf der Nürburgring-Nordschleife auf. Der Huracán GT3 gewinnt 2018 bis 2020 dreimal in Folge seine Klasse bei den 24 Stunden von Daytona.
Mit dem Urus bringt Lamborghini 2018 nach eigener Darstellung das erste Super-SUV. Die Verkäufe steigen von 5750 Autos (2018) auf 8205 (2019). Ende 2020 kehrt Stephan Winkelmann als Chef zurück.
Quellen: Wikipedia: Lamborghini Gallardo, Wikipedia: Lamborghini Aventador, Wikipedia: Lamborghini Huracán, Lambocars: Drei Daytona-Siege in Folge, Wikipedia: Lamborghini Urus, Wikipedia: Lamborghini, Wikipedia: Stephan Winkelmann.
2021–2026: Das Hybrid-Zeitalter
Im Mai 2021 stellt Lamborghini die Strategie «Direzione Cor Tauri» vor, benannt nach dem hellsten Stern im Sternbild Stier. Mit 1,5 Milliarden Euro, der grössten Investition der Firmengeschichte, sollen alle Modelle elektrifiziert werden. 2019 war der Sián bereits der erste Hybrid, 2023 folgt der Revuelto als erster Plug-in-Hybrid, 2024 kommen Urus SE und Temerario.
2023 liefert Lamborghini erstmals über 10'000 Autos aus, 2025 sind es 10'747, ein neuer Rekord. Den vollelektrischen Lanzador stoppt die Firma im Februar 2026 und setzt stattdessen auf Plug-in-Hybride. Im August 2026 erscheint mit dem Revuelto SV der stärkste Serien-Lamborghini.
Quellen: Carscoops: Strategie Direzione Cor Tauri, Wikipedia: Lamborghini Sián FKP 37, Wikipedia: Lamborghini Revuelto, Lamborghini: Meilensteine der Geschichte, Wikipedia: Lamborghini, Audi MediaCenter: Lamborghini-Jahresbilanz 2025, Electrive: Lamborghini stoppt den elektrischen Lanzador, Lamborghini Media: Weltpremiere Revuelto SV.
Meilensteine auf einen Blick
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 1916 | Ferruccio Lamborghini wird geboren In Renazzo di Cento (Provinz Ferrara) als Sohn von Weinbauern. |
| 1940 | Mechaniker auf Rhodos Ferruccio dient bei der italienischen Luftwaffe und leitet die Fahrzeugwerkstatt der Garnison. |
| 1947 | Der erste Traktor «Carioca» Gebaut aus Restbeständen der Armee mit Morris-Motoren. |
| 1948 | Gründung von Lamborghini Trattori Die Traktorenfabrik macht Ferruccio zum Industriellen. |
| 1958 | Der Ferrari 250 GT Ferruccio kauft einen Ferrari und ärgert sich über Kupplung und Service. Daraus entsteht die bekannte Legende. |
| 1959 | Lamborghini Bruciatori Ferruccio gründet eine Fabrik für Ölbrenner, später auch für Klimaanlagen. |
| 1962 | Besuch bei den Miura-Stieren Auf der Zucht von Don Eduardo Miura in Sevilla entsteht die Idee mit dem Stier als Markenzeichen. |
| 1963 | Gründung der Automarke Automobili Ferruccio Lamborghini entsteht in Sant'Agata Bolognese. |
| 1963 | Premiere des 350 GTV Der erste Prototyp steht auf dem Turiner Autosalon. |
| 1964 | Der 350 GT in Genf Das erste Serienauto der Marke, 120 Exemplare entstehen. |
| 1966 | Der Miura in Genf Der Miura, der als erster Supersportwagen mit Mittelmotor gilt, sorgt für eine Sensation. |
| 1968 | Espada und Islero Ein vollwertiger Viersitzer und ein eleganter 2+2 erweitern das Angebot. |
| 1971 | Countach LP500 in Genf Der Keil-Prototyp mit Scherentüren verändert das Design von Sportwagen. |
| 1972 | Ferruccio verkauft 51 % Georges-Henri Rossetti übernimmt die Mehrheit. Die Traktorenfirma geht an SAME (je nach Quelle 1972 oder 1973). |
| 1974 | Countach in Serie, Ferruccio geht René Leimer übernimmt die restlichen Anteile, Ferruccio zieht sich an den Trasimenischen See zurück. |
| 1978 | Konkurs Nach Ölkrise und dem geplatzten BMW-M1-Auftrag ist Lamborghini zahlungsunfähig. |
| 1980 | Die Brüder Mimran übernehmen Jean-Claude und Patrick Mimran führen die Firma aus der Zwangsverwaltung. Der Kauf ist 1984 abgeschlossen. |
| 1981 | Jalpa und LM001 in Genf Ein neuer V8-Sportwagen und ein Geländewagen-Prototyp. |
| 1986 | LM002 Der erste Lamborghini-Geländewagen mit dem V12 des Countach geht in Serie. |
| 1987 | Chrysler kauft Lamborghini Der US-Konzern übernimmt die Marke von den Mimrans. |
| 1989 | Formel-1-Debüt Der V12 von Mauro Forghieri fährt erstmals beim Grossen Preis von Brasilien im Larrousse-Lola. |
| 1990 | Premiere des Diablo Der erste Serien-Lamborghini mit über 320 km/h. |
| 1990 | Podest in der Formel 1 Aguri Suzuki wird mit Lamborghini-Motor Dritter beim Grossen Preis von Japan, das beste F1-Ergebnis der Marke. |
| 1993 | Ferruccio Lamborghini stirbt Der Gründer stirbt im Alter von 76 Jahren in Perugia. |
| 1994 | MegaTech übernimmt Chrysler verkauft Lamborghini an die indonesische MegaTech. |
| 1998 | Audi kauft Lamborghini Audi unterschreibt den Kauf, laut Hagerty für geschätzte 110 Millionen Dollar. |
| 2001 | Murciélago Das erste komplett neue Modell der Audi-Ära. |
| 2003 | Gallardo und Centro Stile Der V10-Gallardo verdoppelt das Angebot, das eigene Designzentrum öffnet. |
| 2005 | Stephan Winkelmann wird Chef Er führt Lamborghini bis 2016 und erneut ab Dezember 2020. |
| 2007 | Reventón und Karbon-Zentrum Die erste extrem limitierte Edition und ein eigenes Entwicklungszentrum für Verbundstoffe. |
| 2009 | Start des Super Trofeo Der Markenpokal mit dem Gallardo Super Trofeo beginnt. |
| 2011 | Aventador Der neue V12 mit Karbon-Monocoque feiert in Genf Premiere. |
| 2013 | 50 Jahre Lamborghini Zum Jubiläum entstehen der Veneno und das Einzelstück Egoista. |
| 2014 | Huracán Der Nachfolger des Gallardo wird zum Bestseller unter den Sportwagen. |
| 2016 | Rekord: Huracán Performante 6:52,01 Minuten auf der Nürburgring-Nordschleife mit Marco Mapelli. |
| 2017 | Der Urus wird enthüllt Lamborghini nennt ihn das erste Super-SUV der Welt. |
| 2018 | Rekord: Aventador SVJ 6:44,97 Minuten auf der Nordschleife, damals Rekord für Serienautos. |
| 2019 | Sián FKP 37 Der erste Lamborghini mit Hybridantrieb, mit Superkondensator statt Batterie. |
| 2020 | Dritter Daytona-Sieg in Folge Der Huracán GT3 EVO gewinnt die GTD-Klasse der 24 Stunden von Daytona zum dritten Mal nacheinander. |
| 2021 | Direzione Cor Tauri Lamborghini kündigt 1,5 Milliarden Euro für die Elektrifizierung aller Modelle an. |
| 2023 | Revuelto Der erste Plug-in-Hybrid mit V12 löst den Aventador ab. |
| 2023 | Über 10'000 Autos Lamborghini liefert erstmals mehr als 10'000 Autos in einem Jahr aus (10'112). |
| 2024 | Temerario Der V8-Hybrid löst den Huracán ab. Zuvor erschien im April der Urus SE. |
| 2024 | SC63 in Le Mans Lamborghinis erster LMDh-Prototyp startet in der Langstrecken-WM und der IMSA-Serie. |
| 2025 | Fenomeno 29 Exemplare mit 1080 PS zum 20. Geburtstag des Centro Stile. |
| 2025 | Neuer Auslieferungsrekord 10'747 Autos weltweit, das beste Ergebnis der Firmengeschichte. |
| 2026 | Kehrtwende beim Lanzador Lamborghini stoppt das Elektroauto und plant stattdessen einen Plug-in-Hybrid. |
| 2026 | Revuelto SV 1065 PS: der stärkste und am schnellsten beschleunigende Serien-Lamborghini, limitiert auf 1963 Stück. |
Köpfe hinter dem Stier
Ferruccio Lamborghini (1916–1993, Gründer): Traktoren- und Heizungsfabrikant, der 1963 die Automarke gründete. 1974 zog er sich auf sein Weingut in Umbrien zurück.
Giotto Bizzarrini (1926–2023, Motorenkonstrukteur): Der frühere Ferrari-Ingenieur konstruierte den ersten Lamborghini-V12. Varianten davon steckten bis 2010 in jedem Lamborghini-V12.
Gian Paolo Dallara (geboren 1936, ab 1963 bei Lamborghini, Chefkonstrukteur): Entwickelte die Fahrgestelle von 350 GT, Miura und Espada. 1972 gründete er seine eigene Firma Dallara, heute ein grosser Rennwagenhersteller.
Paolo Stanzani (1936–2017, bei Lamborghini 1963–1975, Technischer Direktor): Ab 1968 Technischer Direktor. Er gilt als einer der Väter des Miura und als Vater des Countach. Später leitete er Bugatti beim EB110.
Bob Wallace (1938–2013, bei Lamborghini bis 1975, Testfahrer und Entwickler): Der Neuseeländer begann als Mechaniker am 350 GT und wurde Chef-Testfahrer. Er baute auf eigene Faust den legendären Miura Jota.
Marcello Gandini (1938–2024, Designer bei Bertone): Zeichnete Miura, Marzal, Espada, Jarama, Urraco und Countach und lieferte den ersten Entwurf für den Diablo. Er gilt als einer der grössten Autodesigner.
Valentino Balboni (geboren 1949, bei Lamborghini 1968–2008, Chef-Testfahrer): Kam 1968 als Lehrling und blieb rund 40 Jahre. Ihm zu Ehren erschien der Gallardo LP 550-2 Valentino Balboni.
Mauro Forghieri (1935–2022, ab 1987 bei Lamborghini, Leiter Lamborghini Engineering): Der langjährige Ferrari-Technikchef konstruierte für Lamborghini den Formel-1-V12, der 1989 debütierte.
Luc Donckerwolke (geboren 1965, ab 1998 bei Lamborghini, Designchef): Gestaltete den Diablo VT 6.0, den Murciélago und den Gallardo. Später leitete er das Design bei SEAT, Bentley und Hyundai.
Walter de'Silva (Lamborghini-Studien 2006–2013, Designchef): Zeichnete die Miura-Studie von 2006, das Gallardo-Facelift und das Einzelstück Egoista.
Filippo Perini (Modelle von 2006 bis 2014, Designer im Centro Stile): Verantwortlich unter anderem für das Murciélago-Facelift, Reventón, Aventador, Sesto Elemento, Veneno und Huracán.
Mitja Borkert (geboren 1974, seit 2016 bei Lamborghini, Designchef): Der Deutsche kam von Porsche. Unter ihm entstanden Aventador S, Terzo Millennio, Sián, Countach LPI 800-4, Revuelto und Temerario.
Stephan Winkelmann (geboren 1964, CEO 2005–2016 und seit 2020, Chef (CEO)): Führte Lamborghini zweimal. In seine Amtszeiten fallen der Urus, die Hybrid-Strategie und die Rekordjahre.
Marco Mapelli (Rekorde 2016 und 2018, Test- und Rennfahrer): Fuhr die Nordschleifen-Rekorde mit Huracán Performante und Aventador SVJ.
Häufige Fragen
Wann wurde Lamborghini gegründet?
Am 7. Mai 1963 als «Automobili Ferruccio Lamborghini S.p.A.» in Sant'Agata Bolognese (Quelle: Wikipedia, Meilensteine des Herstellers). Die Traktorenfirma Lamborghini Trattori hatte Ferruccio schon 1948 gegründet.
Wer hat Lamborghini gegründet?
Ferruccio Lamborghini (1916–1993), ein italienischer Industrieller, der mit Traktoren, Ölbrennern und Klimaanlagen reich geworden war. Mehr auf der Seite «Ferruccio Lamborghini».
Warum hat Ferruccio Lamborghini Sportwagen gebaut?
Er wollte den Gran Turismo bauen, den ihm niemand verkaufen konnte. Die bekannte Geschichte vom Streit mit Enzo Ferrari über eine Kupplung stammt nur aus Ferruccios eigener Erzählung (Interview 1991) und gilt als halb Legende, halb Tatsache.
Wem gehört Lamborghini heute?
Seit der Übernahme durch Audi 1998 gehört die Marke zum Audi- und damit zum Volkswagen-Konzern (Quelle: Wikipedia). Die Traktorenmarke Lamborghini Trattori ist ein getrenntes Unternehmen, siehe «Traktoren».
Wo baut Lamborghini seine Autos?
Seit der Gründung 1963 in Sant'Agata Bolognese in der Nähe von Bologna.
Wie viele Autos baut Lamborghini pro Jahr?
Nach Angaben des Konzerns lieferte Lamborghini 2023 erstmals über 10'000 Autos aus; 2025 waren es 10'747. 2018 waren es noch 5750, 2019 dann 8205.
Stand: 19. Oktober 2026. Die Texte sind eigene Zusammenfassungen mit Unterstützung einer künstlichen Intelligenz aus den genannten Quellen; Fehler sind trotzdem möglich. Angaben ohne Gewähr.